Easywe Logo Home  Impressum  Partner  Referenzen  Presse  Kontakt

Vorteile
Features
Lösung
      Features

Brücken ins Festnetz

Heutzutage existieren Telefon-Festnetze unterschiedlicher Anbieter parallel zu Datennetzwerken, die Voice-over IP-fähig sind. Dazwischen stehen Gateways als Brücken, um beide Welten miteinander zu verbinden. Diese Schnittstellen ermöglichen es Teilnehmern mit einem IP-Telefon im Internet, Festnetzanschlüsse zu erreichen und umgekehrt.
     Grundsätzlich werden mehrere Arten der Telefonie unterschieden, die teilweise auf Gateways angewiesen sind:

  • IP-zu-Festnetz und Festnetz-zu-IP: In diesen Szenarien ist immer ein Gateway im Spiel, das zwischen IP-Netz und Festnetz vermittelt.
  • Festnetz-zu-Festnetz: In diesem Fall befindet sich ein IP-Netzwerk zwischen zwei Festnetzen, so dass an beiden Enden Festnetz-Endgeräte verwendet werden. An jeder Grenze zwischen Fest- und IP-Netz wird jeweils ein Gateway benötigt.
  • IP-zu-IP: Diese Gespräche benötigen kein Gateway, weil keine Umsetzung zwischen VoIP- und Festnetz-Technologie notwendig ist.

ENUM - ein Telefonbuch im Internet

IP-Telefonie-Anwender erhalten in der Regel von ihrem Provider eine Telefonnummer, unter der sie sowohl im Internet als auch über ein Festnetz erreichbar sind. Anrufe innerhalb des Internets funktionieren heutzutage nur, wenn beide Teilnehmer beim gleichen Provider registriert sind oder wenn die Provider der Teilnehmer eine Weiterleitung vereinbart haben. In diesem Fall wird der Rufnummer einfach eine Vorwahl vorangestellt.
     Um dieses Erreichbarkeitsproblem zu lösen, gibt es ein neues internationales Verfahren, das auf dem Domain Name System (DNS) des Internets basiert. Es nennt sich Telephone Number Mapping (ENUM). Dabei wird eine Telefonnummer als Internetadresse registriert. Mit Hilfe dieser Adresse lassen sich anstelle von Webseiten Datensätze lesen, die Auskunft über die Erreichbarkeit eines Teilnehmers über unterschiedliche Rufnummern und Dienste geben. Teilnehmer können darüber auch eine Rufumleitung bei Abwesenheit festlegen. Eine Prioritätenregelung definiert, ob ein Teilnehmer beispielsweise zuerst über IP-Telefon oder per Handy kontaktiert werden möchte.
     Eine globale Top-Level-Domain für diesen Dienst gibt es bereits. Sie trägt den Namen ".arpa" und existiert neben bekannten Domains wie .com, .de und .org. Eine weitere Domain ".tel" für einen alternativen gleichnamigen Dienst ist von mehreren konkurrierenden Organisationen beantragt worden, so dass es später voraussichtlich nicht nur einen globalen Dienst unter .arpa, sondern auch kommerzielle oder private ENUM-Dienste geben wird.
     Für eine Registrierung werden Rufnummern mit internationaler Vorwahl versehen und rückwärts ziffernweise mit Punkten getrennt als Domainadresse geschrieben:

Aus einer Rufnummer

040-1234567
wird die internationale Rufnummer
49401234567
Der entsprechende ENUM-Eintrag ist rückwärts notiert unter der Domain
"7.6.5.4.3.2.1.0.4.9.4.arpa"
zu finden.

Telefone, die ENUM unterstützen, wandeln eine eingegebene Rufnummer in eine ENUM-Domainadresse um und versuchen darüber Datensätze des gerufenen Teilnehmers zu ermitteln. Ein Datensatz enthält dann die tatsächliche Rufnummer, über die der Gesprächspartner erreicht werden kann. Diese Nummer wird dann letztendlich vom Telefon gewählt und kann von der ursprünglich eingegebenen Nummer abweichen. Eine Rufnummer kann auch als sogenannte SIP-Adresse geschrieben sein, z.B. "sip:1234567@provider.de". Mit Hilfe dieser Adresse können die Providergrenzen auch ohne Weiterleitungsvereinbarung überwunden werden. Das vorangestellte "sip" kennzeichnet ähnlich wie "http" beim Websurfen das verwendete Signalisierungsprotokoll SIP (Session Initiation Protocol).
     Anrufer aus dem Festnetz müssen zusätzlich die Vorwahl und Festnetzrufnummer des VoIP-Provider-Gatways voranstellen, bei dem der Gesprächspartner registriert ist

 

Easywe GmbH Kriegsstrasse 236 76135 Karlsruhe Telefon: +49 (0) 721.151 04 - 0 E-Mail: info@easywe.de